Flugzeuglichter erklärt: Wozu dienen all die Lichter am Flugzeug?
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Wenn du schon einmal ein Flugzeug beim Start, bei der Landung oder nachts am Himmel beobachtet hast, sind dir bestimmt die vielen blinkenden und leuchtenden Lichter aufgefallen. Aber wozu sind diese Lichter eigentlich da? Und warum braucht ein Flugzeug so viele davon?
In diesem Artikel gehen wir die gängigen Flugzeuglichter durch und erklären einfach, wofür sie gut sind. Ob Flugschüler, Luftfahrtfan oder einfach neugierig – mit diesem Überblick weißt du beim nächsten Blick nach oben, was du siehst.
Positionslichter
Die Positionslichter (Navigation Lights) sind immer eingeschaltet, wenn ein Flugzeug unter Strom steht. Es sind drei feste Lichter: ein rotes am linken Flügel, ein grünes am rechten Flügel und ein weißes am Heck. Sie zeigen anderen Piloten die Position und Flugrichtung des Flugzeugs, vor allem nachts. Sie sind vergleichbar mit dem Standlicht beim Auto und gehören zu den grundlegendsten Sicherheitsmerkmalen jedes Flugzeugs.

Kollisionswarnlicht (Beacon)
Das rot blinkende Licht oben oder unten am Flugzeug ist das Beacon Light. Es beginnt zu blinken, bevor die Triebwerke gestartet werden, und bleibt an, solange sie laufen. Es warnt alle in der Nähe, dass das Flugzeug in Betrieb ist und man sich ihm nicht gefahrlos nähern kann. Es ist ein Sicherheitssignal für das Bodenpersonal und alle auf dem Vorfeld.

Blitzlichter (Strobes)
Strobes sind sehr helle, weiß blitzende Lichter, meist an den Flügelspitzen und manchmal am Heck. Piloten schalten sie ein, bevor sie zum Start auf die Piste rollen, und lassen sie im Flug an, besonders in Gebieten mit viel Verkehr oder über den Wolken. So ist das Flugzeug für andere am Himmel besser zu sehen, was vor allem bei schlechter Sicht hilft.

Landescheinwerfer
Landescheinwerfer sind starke weiße Lampen an Flügeln, Rumpf oder Fahrwerk. Sie werden bei Start und Landung eingesetzt, um die Piste und die Umgebung auszuleuchten. Manchmal nutzt man sie auch im Tiefflug, damit das Flugzeug für andere gut sichtbar ist. Sie sind nicht ständig an, vor allem um Verschleiß und Stromverbrauch zu vermeiden.

Rollscheinwerfer
Der Rollscheinwerfer (Taxi Light) wird eingesetzt, wenn sich das Flugzeug am Boden bewegt, meist zwischen Gate und Piste. Er hilft den Piloten, Rollweg, Pistenschilder und mögliche Hindernisse zu sehen. Es ist ein helles, gebündeltes weißes Licht, meist am Bugfahrwerk oder am Rumpf.

Abrollscheinwerfer
Diese Lichter (Runway Turnoff Lights) werden eingesetzt, wenn das Flugzeug nach der Landung die Piste verlässt. Sie leuchten zusätzlich zur Seite und helfen den Piloten, Rollwegkreuzungen und Abzweigungen zu erkennen. Nicht jedes Flugzeug hat sie, aber auf großen oder dunklen Flughäfen sind sie sehr hilfreich.

Logo-Lichter
Logo-Lichter beleuchten das Seitenleitwerk, meist damit das Airline-Logo auch nachts zu sehen ist. Außerdem machen sie das Flugzeug besonders in Flughafennähe besser sichtbar. Für das Fliegen selbst sind sie nicht nötig, tragen aber zur Sicherheit und zum Markenauftritt bei.

Tragflächenscheinwerfer
Manche Flugzeuge haben spezielle Lampen, die auf die Flügel leuchten. Diese Wing Inspection Lights nutzt vor allem die Besatzung, um im Flug Eis, Schnee oder Schäden zu erkennen. Sie lassen sich bei Bedarf im Cockpit einschalten.

Jedes Licht am Flugzeug hat eine bestimmte Aufgabe. Manche helfen den Piloten beim Sehen, andere sorgen dafür, dass Menschen am Boden oder in der Luft das Flugzeug sehen. Zusammen machen sie das Fliegen unter allen Bedingungen sicherer, vom hellen Tag bis zur völligen Dunkelheit.
Wenn du das nächste Mal ein Flugzeug am Himmel oder beim Start beobachtest, weißt du genau, was die Lichter gerade tun.